Raiffeisenbank Rehling weiter auf Wachstumskurs

Rehling (at).  Außergewöhnlich gut besucht war auch heuer die Generalversammlung der Raiffeisenbank Rehling. Immerhin 234 Genossenschaftsmitglieder und zahlreiche Ehrengäste strömten in die bestens gefüllte TSV- Sporthalle in Oberach, wo dann zum wiederholten Male sehr positive Zahlen in allen Geschäftsbereichen vorgelegt wurden.

Sehr positiv aufgenommen wurden als Abschluss der Veranstaltung ein Vortrag des Gastredners Matthias J. Lange, einem Journalisten, Blogger und Social Media Experte. In dem sehr interessanten, ja vielleicht auch nachdenklich stimmenden Beitrag ging es um die fortschreitende Digitalisierung als riesige Herausforderung im 21. Jahrhundert  an unsere Gesellschaft (sie eigenen Bericht).

Diese Genossenschaftsversammlung brachte auch eine personelle Veränderung im Aufsichtsrat. Während der turnusgemäß ausscheidende Karl Katzenschwanz einstimmig wieder in sein Amt gewählt wurde, hat sich Philipp Hörmann nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Grund dafür waren nach seinen Worten zeitliche Gründe wie die steigende Verantwortung in seinem immer stärker wachsenden Busunternehmen, verbunden mit weiteren Ämtern und Posten in diesem Unternehmen, die viel Zeit und Einsätze fordern.

Mit Georg Leinfelder aus dem Rehlinger Ortsteil Oberach erhielt dann der vorgeschlagene Kandidat, ein Unternehmer des gewerblichen Mittelstandes, das einstimmige Vertrauen der Versammlung. Der 42jährige Georg Leinfelder (verheiratet. 2 Kinder), ist Chef einer Maschinenbaufirma mit 9 Mitarbeitern, die sich auf das Laserschneiden von Metallen spezialisiert hat. Zudem ist er aktiver Schütze und seit 14 Jahren auch Kassier im Rehlinger Schützenverein.

Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Jakob konnte in seiner Begrüßung wieder eine lange Liste von Ehrengästen und Honoratioren aus Rehling und Hollenbach willkommen heißen, bevor Vorstand Georg Gschoßmann den Geschäftsbericht präsentierte. Dieser sprach eingangs von einem wiederum sehr bewegten Jahr sowohl mit vielen politischen Themen wie auch in der Finanzbranche, die auch in der Zinspolitik keine Besserung zu den letzten Jahren brachte. „Trotz schwieriger Marktbedingungen ist es uns gelungen, auch für 2018 einen erfolgreichen Abschluss vorzulegen“ so Gschoßmann. Ein Thema war auch kurz die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland oder auch die Finanzmarktentwicklung und die daraus sich entwickelte Auswirkungen für die Kunden. Auch der Aktienmarkt hat ein turbulentes Jahr hinter sich, was nicht zuletzt auf den Brexit, Trump und den Handelskrieg zurück zu führen ist. Nachfrage nach Kreditfinanzierungen mit langer Zinsbindung (bis 30 Jahre), dies trotz hoher Immobilienpreise. Weiterhin keine Zinsen sind zu erwarten für kurzfristige Anlagen, was viele Sparer zum Umdenken bewegt und das Geld in Investmentfonds, Wertpapiere, Aktien oder vermehrt auch in Gold anlegen.

Wie schon die letzten Jahre, so können die Kunden der Rehlinger Bank auch weiterhin auf eine solide Bank mit sicherem Einlagenschutz setzen. Mit den vorgelegten Zahlen hat die Raiffeisenbank Rehling bei der Ratingnote mit A++ wieder die Bestnote vom Verband erhalten. Steigerungsraten gab es in fast allen Bereichen (siehe auch separate Übersicht). Enorm nach oben, nämlich auf 12,05 Prozent gestiegen ist die Bilanzsumme auf nunmehr 278,7 Millionen Euro. Gar um 13,3 Prozent stieg das Kreditvolumen auf 218,4 Millionen Euro, hier profitiert die Bank auch von der hohen Investitionstätigkeit in der Region.
Was sowohl für die Gemeinde Rehling wie auch Hollenbach positiv zu sehen ist: Die Bank zahlt 323 000 Euro Gewerbesteuer. Dazu kommen 390 000 Euro an Körperschaftssteuer und Kapitalertragssteuer, desweiteren Soli und Grundsteuer mit 58 000 Euro. Positiv auch die Mitgliederzahl, die sich um 5 auf aktuell 3 685 Genossenschaftsmitglieder erhöht hat.  Diese halten zusammen 19 667 Anteile mit einem Geschäftsguthaben in Höhe von 1 966 700 Euro.

Von hoher Bedeutung für eine Bankenbewertung ist die Eigenkapitalausstattung. Dies ist Voraussetzung für Kreditvergaben und sichert die Einleger bei unvorhergesehenen Krisen. Dieses Eigenkapital beträgt  29,3 Millionen Euro, im Verhältnis zur Bilanzsumme ergibt dies eine Quote von 10,51 Prozent. Durchschnitt der Genossenschaftsbanken liegt bei 9,83 Prozent. Die Dividende auf die Geschäftsanteile bleibt unverändert bei 5 Prozent. Das bedeutet  bei maximal sieben Geschäftsanteilen 35 Euro. Die Ausschüttungssumme aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 198 275 Euro beträgt 98 488 Euro. Der Restbetrag (99 786 Euro) wird den Rücklagen zugeführt.
        
Georg Gschoßmann ging auch ausführlich auf das Warengeschäft vom Raiffeisen-Agrar-Zentrum Lech-Paar ein. Dieses stellt nach seinen Worten ein wichtiges Geschäftsfeld der Bank dar „es gehört als Geschäftsfeld zu den Ursprüngen unserer Bank und zeigt die Verbundenheit mit der Landwirtschaft und dafür schlägt unser Herz auch weiter“ so wörtlich. Neben dem allgemeinen Warengeschäft hat hier auch die Versorgung mit Heizöl einen wichtigen Geschäftszweig. Zusammen mit dem neuen Lagerhaus in Motzenhofen sowie in Rehling und Aindling wurde ein Gesamtumsatz von 19,4 Millionen Euro erreicht, ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der größte Umsatz liegt weiterhin beim Getreide / Raps (6,6 Millionen Euro – eine Menge von 33 340 Tonnen), es folgen Düngemittel (2,2 Millionen), Futtermittel (3,2 Millionen), Heizöl und Diesel (3,9 Millionen), Pflanzenschutz (1,35 Millionen) und Saatgut (783 000 Millionen Euro).

Raiffeisenbank Rehling Bilanz 2018
Bilanzzumme 278,7 Millionen Euro (2017: 248,7 Millionen Euro)
Kundenanlagenvolumen (Einlagen, Guthaben, Anlagenvolumen bei Verbundpartnern) 268,5 Millionen Euro (2017: 254,6 Millionen Euro)
Ausleihungen (Kundenkreditvolumen) 261,2 Millionen Euro (2017: 233,3 Millionen Euro)
Kundeneinlagen 162,3 Millionen Euro (2017: 151,6 Millionen Euro)
Bilanzgewinn 198 000 Euro (2017: 200 000 Euro)
Eigenkapital 29,3 Millionen Euro (2017: 27,5 Millionen Euro)
Dividende 5 Prozent auf die Geschäftsanteile (2017: 5 Prozent)
Mitglieder 3685 (2017: 3680)
Mitarbeiter  37   (2017: 36)
Geschäftsstellen Rehling und Hollenbach
Landwirtschaftliches Warengeschäft Gemeinsame Lagerhäuser mit der Raiffeisenbank Aindling in Rehling-Oberach und Hollenbach-Motzenhofen
Das ist der Vorstand samt neuem Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Rehling. Von links Vorstand Georg Gschoßmann, der scheidende Aufsichtsrat Philipp Hörmann und daneben der neu gewählte Amtsinhaber Georg Leinfelder, der wiedergewählte Aufsichtsrat Karl Katzenschwanz, Stephan Haas, Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Jakob und Vorstand Christian Baumeister. Bild: Josef Abt

Georg Gschoßmann präsentierte abschließend noch mehre Bilder der erst vor wenigen Wochen mit 30 Teilnehmern durchgeführte Gruppenreise nach Sizilien. Das Ziel für 2020 ist auch schon in Planung, vom 12. bis 26. Juni soll die Flugreise nach Peru, in das Land mit seinen vielen Inka- Stätten gehen. Details dazu mit Infoabend folgen rechtzeitig.

Aus dem Gemeindebereich Rehling und Hollenbach haben auch wieder viele Vereine profitiert, die mit Spenden aus dem Topf des Gewinnsparens bedacht wurden. Die Spenden in Rehling (gesamt rund 8 000 Euro) gingen an TSV Rehling 1 500 Euro, Freiw. Feuerwehr
1 000 Euro, Schützenverein 1 000 Euro, Musikverein 500 Euro, Bürgerhilfe 1000 Euro, Pfarrkirche 1 000 Euro, Familiengottesdienstteam 352 Euro, Grundschule 300 Euro, Kindergarten 300 Euro, KITA Arche Noah 250 Euro, Bücherei 400 Euro, Landjugend  600 Euro.   
Nach Hollenbach gingen Spenden in Höhe von ebenfalls 8 000 Euro, und zwar an den FC Igenhausen 1 000 Euro, TSV Hollenbach 2 500 Euro, Freiw. Feuerwehr Hollenbach 500 Euro, Freiw. Feuerwehr Schönbach 797 Euro, Freiw. Feuerwehr Mainbach 804 Euro, Freiw. Feuerwehr Igenhausen 500 Euro, Freiw. Feuerwehr Motzenhofen 500 Euro, Musikverein  Hollenbach-Inchenhofen 500 Euro,  Schützenverein Schönbach 400 Euro, Krieger- und Soldatenverein Hollenbach 500 Euro, Kindergarten 250 Euro, Pfarrkirche Hollenbach (Hüpfburg Pfarrfest) 297 Euro.

Nachdem Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Jakob die Tagesordnung drei bis fünf (Tätigkeitsbericht Aufsichtsrat über Ergebnis und Beschlussfassung der gesetzlichen Prüfung)  abgearbeitet hatte, übernahm Vorstand Christian Baumeister die restlichen Punkte. Er ging noch einmal auf die anhaltende Niedrigzinspolitik ein und stellte auch keine Besserung in Aussicht. Dies hat zuletzt immer mehr Kunden dazu bewogen, auf die alternativ angebotenen Vermittlungsgeschäfte der Genossenschaftsbank oder einen der vielen Verbundpartner zurück zu greifen. Hier gibt es nahezu alle Anlage-, Kredit- und Absicherungsprodukte, sei es bei Anlagen in Wertpapiere, Investmentsparen oder alternative Geldanlagen. Sehr positiv entwickelt hat sich die Anlage in Edelmetalle, speziell in Gold, ein Erfolg aus dem letztjährigen „Goldtag“ so Baumeister.   
Wie dieser weiter ausführte, gab es eine räumliche Veränderung im Bankenbereich Rehling. Hier wurde ein Nebengebäude der Bank renoviert und zwischenzeitlich auch schon bezogen. Das Obergeschoss wurde belegt  mit internen Abteilungen und im Erdgeschoß befindet sich nun die Allianz-Agentur. Von diesem Nebengebäude führt auch eine Treppe zum Hauptbankgebäude, die auch von den Kindern für einen sicheren Schulweg genutzt werden kann.
Im Dienstleistungssektor der Rehlinger Genossenschaftsbank gibt es einige personelle Veränderung, so auch im Allianz-Team. Karl Wanitschek mit Frau Gertraud   gehen im September in den Vorruhestand. Neue Ansprechpartner in den neuen Räumen sind Verena Golling, Thomas Mayer und in Kürze auch Hildegard Frisch. Vermissen wird man auch das Ehepaar Mayer aus Aichach, die viele Jahre lang der Ansprechpartner bei  Immobilienvermittlungen war; Nachfolger dafür im Wittelsbacher Land ist Georg Metken. Für das geplante Mehrfamilienwohnhaus in Hollenbach liegt, so Baummeister, endlich die Baugenehmigung vor, die Ausschreibung der einzelnen Baugewerke sind bereits erfolgt. Hier sollen direkt and er Hauptstraße 2 zusammenhängende Baukörper entstehen mit insgesamt 800 Quadratmeter Wohnfläche, aufgeteilt in 11 Wohnungen.
Ohne Diskussion verlief die Abstimmung zur Genehmigung und über die Verwendung des Jahresüberschusses und Gewinnverteilung. Die Dividende liegt bei 5 Prozent je Anteil, der Beschluss war einstimmig. Keine Probleme gab es auch bei den Neuwahlen zum Aufsichtsrat (siehe oben) und abschließend gab es noch viele Ehrungen für langjährige Genossenschaftsmitglieder.